Archiv für den Monat April 2015

U-Bahn selber fahren …


… das ist einfach.

Das haben sie erzählt.
All die, die dabei waren.
Als das Teilbetreute Wohnen (Palmgasse)
von seinem Ausflug
ins Verkehrsmuseum zurück gekommen sind.

Auch wenn es nur im Simulator war … 🙂

In Wahrheit waren sie als Tester dort.
Als Vortester.

Als Vortester für das KlientInnenfest.
Das findet auch dort statt.
Am 30.04.2015.

Der Test ist positiv ausgefallen.
Alle freuen sich schon auf das große Fest …

Und, nebenbei gesagt:

Das Verkehrsmuseum lohnt sich auch ohne Fest für einen Besuch.
Näheres dazu kannst du hier lesen.

Es gibt sehr viel zu sehen,
hier ein paar Beispiele.

Man kann auch einiges selbst machen,
zum, Beispiel eine U-Bahn selbst lenken …
zumindest im Simulator.

TBW_2_VerkMus_20150429_12aDas macht allen sehr viel Spaß,
wie man hier sehen kann.

Also, wer Lust hat,
einfach hingehen …

Bilder: Birgit Höbartner (TBW Palmgasse)

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Zuletzt noch eine interessante TV-Geschichte: na(ja) genau

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Ein Fest – fast nur für uns …


… so haben sich die Darwinners bestimmt gefühlt,
als sie auf dem Frühlingsfest des ÖHTB zu Gast waren.

EINLADUNGEs ist halt jammerschade,
dass Veranstaltungen wie diese
nur sehr wenig besucht werden –
obwohl die Voraussetzungen alle gegeben sind:

  • es ist gut erreichbar
  • Musik ist da
  • Essen ist da
  • Trinken ist da
  • samstags um 16:0 Uhr – keine schlechte Zeit

Nur die Menschen haben eben gefehlt …

Also, was blieb übrig?

Die Darwinners machten eben ein Fest für sich … schade eigentlich …

Trotzdem:

ein Dankeschön an die Veranstalter,
die sich alle Mühe gegeben haben.

Und:

wir kommen immer wieder …

Hier gibt es die Bilder dazu.

(Bilder: Marc Heydeck, WG Darwingasse)

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Restplätze für Kreative …


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… manchmal stimmt der Rückblick …


… positiver als der Blick auf das Jetzt …

C. Soschner kommentierte 2014:

SoschnerC_Zeitung_AustriaNeust

Und so schaut C. Soschners aktuellster Kommentar aus:SoschnerC_Zeitung_AustriaNeuOLYMPUS DIGITAL CAMERASoschnschreibt_a

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wir wollen raus …


Frühling

Man kann es ja verstehen …

… es langt allen mit der Kälte …

Hier sind die Bilder dazu …

Bilder und Aufschrei-Text: WG Karree St. Marx

 

 

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Hilfe beim Sex?


Durch diesen Artikel wurden wir aufmerksam auf Katja:

(Wie immer haben wir den Artikel in der Originalform belassen-
wer bei dem Text Leseschwierigkeiten hat,
kann ihn ja mit einer Betreuerin oder einem Betreuer zusammen lesen.)

Es war ein ganz normaler kuscheliger Pärchenmorgen.
Obwohl so ganz normal ist es doch nicht, oder doch?
Mein Freund und ich wissen es auch nicht.
Eins ist jedoch sicher,
es ist nicht normal jemand zu fragen,
ob man mich für den Sex “vorbereitet”.

Katja01Klingt alles komisch?

Ich klär euch auf!

Mein Freund und ich haben eine Muskelerkrankung
(wie bereits im Einführungsblog erwähnt).
Diese ist bei uns beiden stark ausgeprägt.
Wir sind komplett auf Hilfe angewiesen.
Beide haben wir eine 24h-Assistenz,
die uns in unserem Alltag unterstützt.
Es betrifft unser Berufsleben,
Freizeitgestaltung…u.s.w.

Natürlich spielt auch in unserem Leben Sex eine große Rolle.
Leider können wir unser Sexleben
nicht ganz nach unseren Vorstellungen und Wünschen ausleben.

Wir haben zwei Sexassistenten,
die es uns ermöglichen
unsere Bedürfnissen auszuleben.

Zwei Stunden kosten uns jedoch 400€.
Dies führt dazu,
dass wir höchstens einmal im Monat Sex haben können,
weil es einfach zu teuer ist.

Nach langem Überlegen
hatten wir eine verdammt gute Idee:
einer von uns beiden hängt sich in den Hebelifter
und der andere bleibt im Rollstuhl sitzen,
so sind wir in der Lage uns oral zu „liebkosen“.

Einen Haken gibt es allerdings!

Unsere Assistenten müssten einen von uns
in den Lifter hängen, selbstverständlich nackt.
Natürlich verlassen unsere Assistenten das Zimmer
und bekommen nichts von dem mit,
was bei uns passiert.

Darum zu bitten, kostet große Überwindung.
Wir müssen uns öffnen
und unsere Assistenz
in eine absolute Intimsphäre lassen.

Schwierig für beide Parteien!

Es erforderte viel Mut
unsere Assistenten zu fragen,
ob sie uns auch dabei unterstützen.

Ich für meinen Teil hatte große Angst
vor der Reaktion meiner Assistenten.

Was ist,
wenn es der Assistentin unangenehm ist
und sie es trotzdem macht,
weil sie mir damit einen Gefallen tun will?

Ist das vielleicht eine Art
sexueller Belästigung am Arbeitsplatz?

Bin ich pervers,
wenn ich darum bitte
mich in den Lifter zu hängen?

Das sind Fragen,
die mir dann im Kopf herumschwirren.

Wahrscheinlich werden jetzt einige denken,
dass das berechtigte Fragen sind.

Andere werden wohl beim lesen einfach nur schmunzeln.

Aber zurück zu unserem kuscheligen Pärchenmorgen.
Wir haben geknutscht,
uns sexy Sätze ins Ohr geflüstert.

Und dann kam sie:
die Lust auf Sex!

An dem Tag hatte ich eine Assistentin bei mir,
die ich noch nie gefragt habe.
Also ging ich mit ihrer Hilfe auf Toilette
und fragte sie dann anschließend,
ob sie mich in den Lifter hängen würde .
Sie sagte daraufhin:
“Ääh ja…ist in Ordnung…ist o.k. für mich. Ich mache es…”.

Und da war sie:
die Reaktion vor der ich Angst hatte!
Sie sagte zwar zu,
aber es klang sehr zögerlich.
Es fühlte sich an,
als hätte ich einen Schlag ins Gesicht verpasst bekommen.

In dem Moment habe ich mich
auch irgendwie gedemütigt gefühlt….

Scham überkam mich!

Versteht mich bitte nicht falsch:
Ich war ihr absolut nicht böse…
ich hatte Verständnis.
Ich hatte einfach nur das Gefühl,
dass ich ihr damit zu nahe getreten bin
und das wollte ich wirklich nicht.

Was in ihr vorging,
weiß ich leider nicht…
ich habe mich nicht mehr getraut
das Thema anzusprechen,
was wahrscheinlich ein Fehler war.

Ich wollte ihr nur nicht nochmal zu nahe treten.

Ich bin dann zu meinem Freund gegangen
und war einfach nur fertig…
fertig von dem ganzen Gefühlschaos.

Ich starrte heulend auf die Decke
und tröstete mich mit dem Gedanken,
dass nächstes Wochenende eine Assistentin da ist,
die damit kein Problem hat
und uns ihre Hilfe selbst angeboten hat.

Ob das ein Trost war?

Das weiß ich nicht.
Wohl eher nicht,
denn Sex wollte ich in dem Moment
und dachte dabei nicht an nächste Woche…

Dazu muss ich sagen,
dass mir das bereits vor über einem Jahr passiert ist.

Ich habe mittlerweile gar kein Problem damit,
meine Assistenten auf dieses Thema anzusprechen.

Mir ist bewusst geworden,
je unsicherer ich mit dem Thema Sexualität umgehe,
desto unsicherer gehen meine Assistenten damit um.

Wenn eine neue Assistentin bei mir anfängt,
spreche ich auch direkt
das Thema Partnerschaft und Sexualität an.

Ich erzähle ihr,
dass ich einen Freund habe
und dass wir zum Beispiel
regelmäßig zu unseren Sexualassistenten fahren
und dass es auch ihre Aufgabe ist,
uns dahin zu begleiten.

Daraus entsteht meist ein langes Gespräch,
weil einfach viele Fragen bei den Assistenten aufkommen.

Seitdem ich offener mit meiner Sexualität umgehe,
reagieren unsere Assistenten
(sowohl die meines Freundes, als auch meine)
eigentlich nur positiv
und bieten uns sogar Hilfe an,
die wir nie im Leben annehmen würden.

Ihr Lieben da draußen,
euch kann ich nur raten,
steht zu euch und zu euren Wünschen und Bedürfnissen!

Es wird sich immer ein Weg finden…

Eure Katja

Persönliche Zukunftsplanung


Persönliche Zukunftsplanung …

Einige unserer Leserinnen
und Leser kennen das schon.

Sie haben zusammen mit Ihren Betreuerinnen
und Betreuern und Gabi Grander-Stelzer
erste Erfahrungen
mit der persönlichen Zukunftsplanung gemacht.

Jetzt gibt es dazu auch
eine sehr gute
und verständliche Erklärung.

Du findest sie hier:

Persönliche Zukunftsplanung

Danke an „Balance“ für den Tipp!

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Menschen treffen Menschen …


Wenn Menschen andere Menschen treffen,
die „anders“ sind,
weil sie kleiner sind oder
weil sie einen Rollstuhl brauchen oder
weil sie nur einen Arm haben oder
weil sie blind sind,
haben diese Menschen oft Probleme damit,
wie sie damit umgehen …

Jetzt gibt es einen kleinen Film,
der macht es vielleicht einfacher.

Der Film wurde von der AKTION MENSCH gemacht.

Hier könnt ihr ihn sehen: BEGEGNUNGEN

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Zuletzt noch eine interessante TV-Geschichte: na(ja) genau

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wenn du etwas fragen willst,
wenn du Vorschläge hast,
wenn du einen Beitrag hast,
schreib uns eine E-Mail an

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Deine Betreuerinnen und Betreuer
helfen dir gerne dabei.

Wir freuen uns über alles.

 

Liebe kann man nicht „behindern“ … geht nicht …


Der zweite Beitrag von Katja erzählt
wie sie ihren Freund kennenlernt
und welche Gedanken sie dabei bewegten.
(Wem der Text zu schwierig ist:
Bitte lest ihn zusammen mit euren Betreuerinnen
und Betreuern;
wir haben den Text extra nicht in
„Leichter Lesen Sprache“ übersetzt,
weil er dann sehr viel verliert.
Wir bitten im Sinne der Autorin um Verständnis.)

Und außerdem:

Wir wünschen auf diesem Wege allen Leserinnen
und Lesern ein wunderschönes Osterfest!

Aber nun zu Katja´s Text:

Wie alles begann …

Es war das Jahr 2013!
In diesem Jahr habe ich geplant
mit dem Deutschen Kinderhospizverein nach Berlin zu fahren.
Der Deutsche Kinderhospizverein hat in diesem Jahr
eine Berlinfahrt für Menschen mit verkürzter Lebenserwartung organisiert.

Meine Freundin berichtete mir davon
und versuchte mich zu überreden,
dass ich mich als Teilnehmerin für diese Fahrt anmelden soll.
Ich war dem Ganzen skeptisch eingestellt,
zumal es für Menschen „mit einer verkürzten Lebenserwartung“ war.

Ich muss gestehen,
das hat mich ein wenig abgeschreckt,
worauf hin meine Freundin meinte:
„Ist doch total egal, wie die Scheiße heißt,
Hauptsache, wir verbringen ein paar schöne Tage in Berlin!“.

Recht hatte sie!

Also meldete ich mich für diese Fahrt an
und schnell stellte sich heraus,
dass alle Teilnehmer sich bereits untereinander kannten.

Alle sechs Teilnehmer hatten eine Muskelerkrankung.

Die Organisatoren der Fahrt haben uns gebeten zu überlegen,
was wir alles in Berlin sehen oder unternehmen möchten.
Also tauschten wir uns untereinander aus
und da bin ich wahrscheinlich meinem Liebsten aufgefallen.
Er schrieb mich nämlich seit dem regelmäßig über Facebook an
und kommentierte jegliche Bilder von mir mit eindeutigen Komplimenten. ;)

Ich fühlte mich natürlich sehr geschmeichelt…
Ich habe es geliebt mit ihm zu schreiben,
wir haben bestimmt bis um 3 oder 4 Uhr morgens geschrieben
und uns Dinge erzählt,
von denen noch nicht mal unsere besten Freunde wussten.
Es war, wie ich finde, eine sehr intensive Zeit
und ich habe die Gespräche mit ihm sehr genossen!
Doch irgendwie überkam mich ein mulmiges Gefühl…

Nach geraumer Zeit fragte er mich immer wieder,
ob ich mich mit ihm treffen möchte
und ich bin ihm auf diese Frage immer wieder ausgewichen.
Wie gesagt, dieses Gefühl,
das ich nicht wirklich einordnen konnte oder eher gesagt nicht wollte.

Ich weiß, es klingt blöd
und vielleicht auch ein bisschen gemein,
aber einen Freund,
der genauso körperlich „eingeschränkt“ ist wie ich,
wollte ich nie haben.

Und da war er, der Mann,
der so charmant und bezaubernd zu mir war…
und eine Behinderung hat, die meiner sehr ähnelt.

Ich habe so langsam gemerkt,
dass ich auf dem Weg war, mich in ihn zu verlieben…
Ich habe die ganze Zeit darüber nachgedacht,
wie es wohl sein wird, wenn aus uns was Ernstes wird!

Aus Unsicherheit habe ich ihn immer wieder abgewiesen,
aber er hat einfach nicht locker gelassen.

Ich hatte Angst…
Angst davor,
eine Fernbeziehung auf engem Raum zu führen!

Schließlich können wir uns beide kaum bewegen.
Wie ist das mit der körperlichen Nähe?
Werden wir uns küssen können?
Was ist zwischendurch mit den kurzen Umarmungen
oder Streicheleinheiten,
die man als Pärchen austauschen möchte?
Wir beide haben eine 24 Stunden Assistenz.
Wie wird es wohl sein,
wenn zwei Menschen noch zusätzlich um uns herum sind?
Kann es dann überhaupt zu intimen und romantischen Momenten kommen? Und wie sollen wir miteinander schlafen?

Das sind Fragen,
die mir die ganze Zeit nicht aus dem Kopf gegangen sind.

Naja, vor der Berlinfahrt haben wir gesagt,
dass wir in Berlin zusammen ins Museum gehen.
Als es dann soweit war,
habe ich einen Rückzieher gemacht
und ihm die kalte Schulter gezeigt.

Wie gesagt, diese ganzen Fragen in meinem Kopf
haben mich zerrissen.
Ich habe mir einfach gedacht,
wenn ich mich nicht mit ihm treffe,
dann kann ich mich auch nicht in ihn verlieben.

Katja04Ich bin ein sehr liebesbedürftiger Mensch
und körperliche Nähe ist für mich sehr wichtig…

Also, an seiner Stelle hätte ich so ein unschlüssiges Mädel wie mich
schon längst abgeschossen.

Nach der Berlinfahrt hat er sich trotzdem nochmal bei mir gemeldet
und mir gesagt,
dass ich ihn bestimmt in einer ruhigeren Atmosphäre kennenlernen möchte
und dass er glaubt,
dass mir das in Berlin zu viel Trubel um uns herum war
und ich mich deshalb wahrscheinlich nicht
auf uns einlassen konnte.
Er lud mich noch einmal zu sich nach Hause ein,
um mich zu bekochen
und mit mir einen gemütlichen DVD Abend zu machen.

Ich willigte ein und fuhr zu ihm nach Hause.
Ich weiß es noch ganz genau,
es war der 21. September 2013.
Ich habe den ganzen Tag gebraucht,
um mich für ihn hübsch zu machen
und war mega aufgeregt…

Ich fuhr mit dem Zug zu ihm
und er holte mich am Hauptbahnhof ab,
wie ein richtiger Gentleman. ;)
Er war soooo aufgeregt,
was ich übrigens total bezaubernd fand.
Es sollte an diesem Abend Pizza geben,
was erst einmal nicht einwandfrei gelaufen ist,
denn der Hefeteig,
den er mit seinem Assistenten gemacht hat,
wollte einfach nicht aufgehen…
irgendwann ging er dann doch glücklicherweise auf,
aber irgendwie wollte uns das Schicksal
einen Streich spielen,
denn als die Pizza im Ofen war,
ist der Teig nochmal so sehr aufgegangen,
dass die Hälfte des Pizzabelags runtergelaufen ist.

Es war ihm sichtlich unangenehm,
ständig sagte er:
„Ich bin so ein Troll,
alles läuft schief,
ich wollte doch nur einen schönen Abend mit dir!“.

Ich fand das alles sehr amüsant
und es machte ihn irgendwie sympathisch!!

Wir haben uns zum Essen hingesetzt
(unsere Assistenten haben auch mit gegessen)
und da war es, dieses Gefühl wieder…

Es war komisch,
unsere Assistenten dabei zu haben,
wahrscheinlich haben wir uns deshalb nur angeschwiegen.

Unseren Assistenten war diese Situation auch unangenehm,
also entschlossen wenigstens sie sich zu unterhalten
und wir beide hörten ihnen zu.

Verkorkst, oder?

Nach dem Essen haben wir angefangen
einen Film zu gucken und es war wieder komisch,
denn unsere Assistenten schauten mit uns den Film.

Oouh man,
wenn ich das jetzt hier so schreibe,
muss ich lachen!
Wir hätten ja direkt auf die Idee kommen können,
unsere Assistenten raus zu schicken,
aber anscheinend macht Aufregung einen ein bisschen doof. :D

Dazu muss ich sagen,
dass mein Liebster auch wirklich sehr schüchtern an diesem Abend war, dementsprechend wurde mir schnell bewusst,
das ist ich die Initiative ergreifen muss.

Nur wie?
Die einzige Möglichkeit ihm nahe zu sein war,
sich mit ihm ins Bett zu legen
(wenn wir im Rollstuhl sitzen, ist es uns nur möglich Händchen zu halten).

Aber gehört sich das für ein erstes Date?
Gehört sich das für eine Lady,
am ersten Abend mit dem Mann ins Bett zu steigen?

Ach, was bedeutet schon Lady?
Man lebt nur einmal, sage ich immer!
Also faste ich meinen ganzen Mut zusammen
und fragte ihn,
ob wir uns ins Bett legen.

Unsere lieben Assistenten haben uns natürlich sofort den Wunsch erfüllt
und ließen uns alleine.

Und ab dem Zeitpunkt fing unser Date an!
Wir haben so viel gemeinsam gelacht und viel erzählt…
Alle paar Minuten klingelten wir nach unseren Assistenten,
damit sie uns jedes Mal etwas näher aneinander rücken…
Und da war plötzlich dieser Augenblick:
wir schauten uns tief in die Augen
und irgendwie war alles um uns herum vergessen…
mein Atem stockte
und mein Herz schlug unheimlich schnell!
Es war der Augenblick,
in dem man sich küssen würde.
Ich kann mich noch genau an seine Worte erinnern:
„Ich würde so gerne mein Arm um dich legen,
dich an mich heranziehen und dich küssen!…
aber dafür müssten wir unsere Assistenten holen…“.

Irgendwie habe ich mich innerlich darüber geärgert,
dass wir in diesem Moment wieder die Assistenten reinlassen mussten.
Er hat es mir angesehen und meinte:
„Wenn dir das zu unangenehm ist,
dann kann ich das verstehen…
Nur wäre es schade, oder?“.
Ich zögerte zwar kurz,
dachte mir aber:
„Verdammt, du willst doch jetzt knutschen?!“.

Also, haben wir nach unseren Assistenten gerufen
und ihnen gesagt,
dass sie fürs Küssen unsere Liegeposition ändern sollen.
Es hat eigentlich gar nicht so lange gedauert,
bis wir die perfekte Position gefunden haben.
Anschließend verließen uns unsere Assistenten wieder
und wir beide konnten uns hingebungsvoll küssen.

Siehe da,
küssen klappte schon mal ganz gut.
Es war unbeschreiblich schön!
Es war der erste Kuss seit langem…
Ich hatte schon Sorge,
dass ich das Küssen verlernt habe! :D
Aber jegliche Sorgen dieser Art waren unbegründet,
es lief einfach perfekt.
Ich glaube,
wir haben uns ungefähr das erste Mal um 3:00 Uhr nachts geküsst
und bis 6:00 Uhr früh durchgeknutscht. ;)

Wie gesagt, es war einfach wunderschön!

Am nächsten Tag fuhr ich nach Hause,
mit gemischten Gefühlen…
Auf der einen Seite ist da dieser Mann,
bei dem ich mich irgendwie geborgen gefühlt habe
und auf der anderen Seite sind ständig
unsere Assistenten um uns herum
und müssen uns in Situationen helfen,
in denen man keine dritte
oder geschweige denn vierte Person dabei haben möchte.

Zuhause angekommen,
habe ich nur noch geheult,
weil ich einfach nicht wusste,
was ich tun sollte.

Soll ich es versuchen?

Was ist,
wenn ich mit dem ganzen Drumherum nicht zurecht komme?

Denn das Letzte was ich will,
ist diesen wunderbaren Menschen zu verletzen!

Aber vielleicht läuft alles gut?
Vielleicht können wir uns damit arrangieren?
Vielleicht ist er sogar die Liebe meines Lebens?!

Ich habe einfach gemerkt,
dass ich so sehr darauf fixiert war,
mich auf keinen Fall in einen Mann zu verlieben,
der eine ähnliche Behinderung hat wie ich
und somit seine wundervollen Eigenschaften irgendwie ausgeblendet
und nur noch schwarz gesehen habe.

Ich habe ihm meine Sichtweise geäußert
und er hat gesagt,
dass wir nie herausfinden werden,
wie es zwischen uns laufen kann,
wenn wir es nicht einfach ausprobieren…

Also probierten wir es ;) und nun sind wir 1,5 Jahre zusammen!

Von klein auf wurde mir von meiner Familie,
aber auch von Freunden und Bekannten eingetrichtert,
dass ich doch bestimmt irgendwann einmal einen Mann finde,
der genauso ist wie ich…

Ich glaube das hat irgendwelche Schäden in mir hinterlassen. :D
Manchmal frage ich mich,
ob ich meiner Umgebung etwas beweisen wollte,
um vielleicht zu zeigen,
dass ich wohl in der Lage bin,
einen Mann ohne Behinderung „rumzukriegen“.

Ich finde,
dass ich mich mit dieser Einstellung auch selbst herabgestuft habe.
Als ob ein Mann ohne Behinderung
etwas besser sei oder einen höheren Wert hätte…

Hätte ich an dieser Vorstellung vom Traumprinzen festgehalten,
wäre mir wohl der wundervollste Mensch,
der mir jemals in meinem Leben begegnet ist, entgangen.

Das wäre unheimlich traurig!

Ihr Lieben da draußen,
Liebe ist so wunderschön!
Wäre es da nicht traurig,
wenn zwei Menschen,
die füreinander bestimmt sind,
nicht zusammenkommen,
nur weil gewisse Vorurteile oder Vorstellungen bestehen…?

An alle Menschen mit, aber auch ohne Behinderung:

Gebt einander eine Chance!

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Eine mehr ist 25 % Zuwachs … die Frauenrunde wächst!


Die Frauenrunde hat Zuwachs bekommen … es geht aufwärts!

IMAG0053aManuela schreibt dazu:

Am 27.03.2015 haben wir
Cola light und Pommes gegessen
und wir haben viel Spaß
und Freude gemacht.

Semmeln und Kornspitz
esse ich gerne
und Kaffee mit Kandisin.

Und in der Zukunft im Urlaub
haben wir viel Spaß.

Hier gibt es noch mehr Bilder.

Fotos: Joelle (Ketzerg.), Andrea (Darwing.)

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